Franz Halper

22. Juni 1896, Brunn am Gebirge – 21. April 1943
Franz Halper wird am 22. Juni 1896 in Brunn am Gebirge geboren, nimmt als Soldat zwischen 1915 und 1918 am Ersten Welt­krieg teil und wird mit mehreren Medaillen aus­gezeichnet.
Ab April 1941 ist er beim Heeres­bekleidungs­lager in Brunn als Schlosser beschäftigt und wird im Juli 1941 in das Kleiderlager Brauhaus­stadel in Liesing versetzt – einem Neben­lager des Heeres­bekleidungs­amtes Wien. Von dort entwendet Franz Halper zusammen mit Otto Neusser und weiteren Männern Bekleidungs- und Ausrüs­tungs­gegenstände der Wehrmacht im Wert von etwa 20.000 Reichsmark. Bis Oktober 1941 verhehlen die Männer die mehrheitlich „französischen Beute­stücke” aus dem Bekleidungs­amt an verschiedene Interes­sentinnen und Interessenten.
Franz Halper wird deswegen am 17. November 1942 vorläufig festge­nommen und vom „Volks­gerichtshof” am 26. November 1942 angeklagt. Er wird nach der „Volks­schädlingsver­ordnung” am 28. Januar 1943 vom 5. Senat des „Volks­gerichtshofs” zum Tode verurteilt und gemein­sam mit Otto Neusser am 21. April 1943 im Strafgefäng­nis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Halper

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Halper und weitere Personen vom 26. November 1942

Bundesarchiv R 3017/10375

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Halper und weitere Angeklagte vom 28. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/10375

Sterbeurkunde von Franz Halper vom 22. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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