Blasius Hampf

2. Februar 1884, Bogutschütz (Bogucice) – 16. April 1943
Blasius Hampf absolviert eine Schlosser­lehre, nimmt am Ersten Weltkrieg teil und gehört anschließend einige Zeit dem Grenz­schutz in Oberschlesien an. Während des oberschle­sischen Aufstandes im Mai 1921 tritt Hampf einer deutschen Selbst­schutzeinheit bei und ist zuletzt Kompanie­führer. Ab 1923 betreibt er mit Unter­brechungen einen größeren Obst- und Gemüse­handel.
Hampf ist zeitweise Mitglied der SA und der NSDAP, wird im Anschluss an ein Straf­verfahren wegen falscher Anschul­digung und übler Nachrede jedoch 1937 aus der Partei ausgeschlossen.
Gemeinsam mit seinem Schwager Josef Mitrenga unterhält er seit 1929 Kontakte zum polnischen Nach­richtendienst, an den er militärische Informationen weitergibt.
Blasius Hampf wird am 15. Juli 1941 festge­nommen und am 15. Januar 1943 gemeinsam mit Josef Mitrenga vom 3. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Blasius Hampf wird am 16. April 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Blasius Hampf und Josef Mitrenga, 20. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3018/2555

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Blasius Hampf und Josef Mitrenga vom 15. Januar 1943

Bundesarchiv R 3018/2555

Sterbeurkunde von Blasius Hampf vom 17. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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