Jaromír Hamrtal

7. September 1921, Mnischek (Mníšek pod Brdy) – 22. Februar 1944
Jaromír Hamrtal

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jaromír Hamrtal, 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17260

Jaromír Hamrtal wächst in einer Arbeiterfamilie in Mnischek (Mníšek pod Brdy) auf, erlernt das Drechsler­handwerk und arbeitet anschließend als Spezialarbeiter in den Škoda­werken in Prag und zuletzt in einer Fabrik in Teplitz-Schönau (Teplice).
Seit Anfang September 1943 hält er sich in Berlin auf. Ihm wird vorgeworfen, sich am 30. September 1943 als „Aufpasser” und Helfer bei Ein­brüchen in einer Lauben­kolonie in Berlin-Mahls­dorf durch eine Gruppe beteiligt zu haben. Er wird als einziger gefasst und festgenom­men.
Am 26. Januar 1944 verurteilt das Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin ihn auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschäd­lingsverordnung” wegen „Diebstahls [...] unter Ausnutzung der Kriegsver­hältnisse” zum Tode.
Sein Gnadengesuch wird abgelehnt und Jaromír Hamrtal am 22. Februar 1944 im Alter von 22 Jahren im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaromír Hamrtal

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17261

Urteilstenor des Sondergerichts VI beim Landgericht Berlin gegen Jaromír Hamrtal vom 26. Januar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17261

Ablehnung der Begnadigung von Jaromír Hamrtal durch den Reichsjustizminister vom 10. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17259

Bescheid des Strafgefängnisses Plötzensee über die Vollstreckung des Urteils gegen Jaromír Hamrtal vom 22. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17261

Sterbeurkunde von Jaromír Hamrtal vom 23. Februar 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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