Jaromír Hamrtal


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jaromír Hamrtal, 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17260
Seit Anfang September 1943 hält er sich in Berlin auf. Ihm wird vorgeworfen, sich am 30. September 1943 als „Aufpasser” und Helfer bei Einbrüchen in einer Laubenkolonie in Berlin-Mahlsdorf durch eine Gruppe beteiligt zu haben. Er wird als einziger gefasst und festgenommen.
Am 26. Januar 1944 verurteilt das Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin ihn auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschädlingsverordnung” wegen „Diebstahls [...] unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse” zum Tode.
Sein Gnadengesuch wird abgelehnt und Jaromír Hamrtal am 22. Februar 1944 im Alter von 22 Jahren im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaromír Hamrtal
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17261
Urteilstenor des Sondergerichts VI beim Landgericht Berlin gegen Jaromír Hamrtal vom 26. Januar 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17261
Ablehnung der Begnadigung von Jaromír Hamrtal durch den Reichsjustizminister vom 10. Februar 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17259
Bescheid des Strafgefängnisses Plötzensee über die Vollstreckung des Urteils gegen Jaromír Hamrtal vom 22. Februar 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17261
Sterbeurkunde von Jaromír Hamrtal vom 23. Februar 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung









