Josef Hamšík
Ab Dezember 1939 beteiligt sich Josef Hamšík am Aufbau einer Nachrichtenorganisation in Prag, die von dem Kaufmann Miloš Bondy sen. zunächst von Paris und dann von Budapest aus koordiniert wird. Dieser übermittelt militärische, wirtschaftliche und politische Nachrichten aus dem „Protektorat” unter anderem an die Exilregierung in London. Bis zu seiner Festnahme am 25. Januar 1940 beteiligt sich Josef Hamšík auch an der Zuführung tschechischer Freiwilliger zur Legion ins Ausland.
Am 5. August 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” Josef Hamšík zusammen mit dem früheren Piloten Vladimír Černý und sieben weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode. Er wird am 8. April 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Černý und andere vom 5. August 1942
Bundesarchiv R 3017/9015
Leumundszeugnis des Direktors der Universitäts-Klinik im Städtischen Krankenhaus Frankfurt a. M. für Josef Hamšík vom 3. November 1942
Bundesarchiv R 3017/9015
Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Josef Hamšík und andere vom 27. März 1943
Bundesarchiv R 3017/9015
Sterbeurkunde von Josef Hamšík vom 9. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Hamšík und weitere Personen, April 1943
Privatbesitz
































































