Josef Hamšík

7. März 1895, Sadwerschitz (Zádveřice-Raková) – 8. April 1943
Josef Hamšík

Portrait von Josef Hamšík

Privatbesitz

Der Sohn eines Schmieds absolviert die Lehrer­bildungs­anstalt in Königgrätz, wird 1915 zum Militär­dienst in die österreichisch-ungarische Armee eingezogen und nimmt mit Auszeich­nungen am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegs­ende dient er bei einer Flieger­kompanie der Tsche­choslowa­kischen Armee, wird Berufs­offizier und ist zuletzt Oberst­leutnant der Flieger.
Ab Dezember 1939 beteiligt sich Josef Hamšík am Auf­bau einer Nach­richten­organisa­tion in Prag, die von dem Kaufmann Miloš Bondy sen. zunächst von Paris und dann von Budapest aus koordi­niert wird. Dieser übermittelt mili­tärische, wirtschaftliche und politische Nachrichten aus dem „Protektorat” unter anderem an die Exilregie­rung in London. Bis zu seiner Festnahme am 25. Januar 1940 betei­ligt sich Josef Hamšík auch an der Zuführung tschechischer Freiwil­liger zur Legion ins Ausland.
Am 5. August 1942 verurteilt der „Volksgerichts­hof” Josef Hamšík zusammen mit dem früheren Piloten Vladimír Černý und sieben weite­ren Angeklagten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landesver­räterischer Feind­begünstigung” zum Tode. Er wird am 8. April 1943 im Strafgefäng­nis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Černý und andere vom 5. August 1942

Bundesarchiv R 3017/9015

Leumundszeugnis des Direktors der Universitäts-Klinik im Städtischen Krankenhaus Frankfurt a. M. für Josef Hamšík vom 3. November 1942

Bundesarchiv R 3017/9015

Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Josef Hamšík und andere vom 27. März 1943

Bundesarchiv R 3017/9015

Sterbeurkunde von Josef Hamšík vom 9. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Hamšík und weitere Personen, April 1943

Privatbesitz

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