Georg Alexander Hansen

5. Juli 1904, Sonnefeld – 8. September 1944
Georg Alexander Hansen

Georg Hansen

Privatbesitz

Nach kurzem Studium der Rechtswissenschaft schlägt Georg Alexander Hansen 1924 die Laufbahn eines Berufsoffiziers ein. 1935 wird er zur Generalstabs­ausbildung an die Kriegsakademie versetzt, wo er von Ludwig Beck beeinflusst wird. Ab 1943 ist er Chef der Abwehrabteilung I unter Admiral Canaris im Amt Ausland/Abwehr. Nach dessen Absetzung übernimmt Hansen im Februar 1944 den Posten des Amtschefs, bis die Dienststelle am 1. Juni 1944 als Amt Militär in das Reichssicherheitshauptamt eingegliedert wird.
Hansen nimmt wenige Tage vor dem Umsturzversuch an den letzten Besprechungen der Verschwörer um Claus Schenk Graf von Stauffenberg teil. Am 20. Juli 1944 hält er sich anlässlich der Taufe seiner am 15. Juli geborenen Tochter Dagmar in Burgellern bei Bamberg auf. Zwei Tage später wird er in Berlin festgenommen.
Am 10. August wird Georg Alexander Hansen vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verurteilt und am 8. September 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Liste der nach den Sitzungen des „Ehrenhofs” des Heeres aus der Wehrmacht Ausgestoßenen, 16. September 1944

Bundesarchiv Militärarchiv

Georg Alexander Hansen vor dem „Volksgerichtshof”, 10. August 1944

Privatbesitz

Meldung über die Vollstreckung der Todesurteile gegen Josef Wirmer, Ulrich von Hassell, Paul Lejeune-Jung, Georg Alexander Hansen, Ulrich-Wilhelm von Schwerin von Schwanenfeld und Günther Smend, 9. September 1944

Bundesarchiv R 3018/17548

Sterbeurkunde von Georg Alexander Hansen vom 9. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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