Karel Hanzlík
Als am 26. Februar 1945 nach einem alliierten Bombenangriff ein Haus in der Nähe des Lagers brennt, helfen er und sein Arbeitskollege Josef Koc bei Rettungsaktionen. Karel Hanzlík wird von einer Hausbewohnerin angeklagt, Herrenkleidung an sich genommen und in der Wohnung von Josef Koc versteckt zu haben.
Am 7. April 1945 verurteilt das Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin Karel Hanzlík aufgrund der zu Kriegsbeginn erlassenen „Volksschädlingsverordnung” wegen „Plünderns” und Josef Koc wegen „Begünstigung” zum Tode.
Beide werden am 18. April 1945 in Plötzensee ermordet. Es sind die letzten Hinrichtungen, bevor das Strafgefängnis Plötzensee am 25. April 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit wird.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Hanzlík
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Nachfrage von Franz Hanzlík an das Sondergericht Berlin nach dem Verbleib seines Sohns Karel, 3. April 1945
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 18113
Tenor des Todesurteils des Sondergerichts IV beim Landgericht Berlin gegen Karel Hanzlík vom 7. April 1945
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 18113
Ablehnung der Begnadigung von Karel Hanzlík und Josef Koc durch den Oberstaatsanwalt, 10. April 1945
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 18113







