Walter Hartmann

22. Oktober 1907, Haldensleben – 23. Februar 1940
Walter Hartmann

Erkennungsdienstliches Foto von Walter Hartmann, 1939

Bundesarchiv R 3017/10441

Walter Hartmann absolviert nach dem Besuch der Volksschule eine Lehre als Steingutmaler. Nach mehr­jähriger Tätigkeit wird er 1934 arbeitslos. Er begibt sich auf Wanderschaft und ist in den folgenden Jahren in wechselnden Stellungen tätig.
Im Juli 1938 wird er für Arbeiten beim Bau des „Westwalls” dienstverpflichtet. Walter Hartmann geht aus Furcht vor einer Verurteilung nach einem Diebstahl im Februar 1939 nach Frankreich. Dort wird er festge­nommen und vom französischen Geheimdienst verhört. Diesem gegenüber berichtet er von seiner Arbeit am „Westwall” und erklärt sich zum Eintritt in die französische Fremden­legion bereit. Bereits im April 1939 wird er jedoch als untauglich entlassen. Er versucht nach Luxemburg zu gelangen, wo er aber zur Weiterreise nach Deutschland gezwungen wird. Beim Über­schreiten der deutschen Grenze wird er am 8. Mai 1939 festge­nommen.
Walter Hartmann wird am 28. November 1939 vom „Volksgerichtshof” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt. Nachdem seine Begnadigung vom Reichs­minister der Justiz abgelehnt worden ist, wird Walter Hartmann am 23. Februar 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walter Hartmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Walter Hartmann, 28. November 1939

Bundesarchiv R 3017/10441

Ablehnung eines Gnadenerweises für Walter Hartmann durch den Reichsminister der Justiz Franz Gürtner, 19. Februar 1940

Bundesarchiv R 3017/10441

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Walter Hartmann, 23. Februar 1940

Bundesarchiv R 3017/10441

Bekanntmachung der Hinrichtung von Walter Hartmann, 23. Februar 1940

Bundesarchiv R 3017/10441

zurück