Günther Haupt

24. Juli 1913, Lokstedt/Hamburg – 11. Oktober 1939
Günther Haupt

Portraitaufnahme von Günther Haupt

Bundesarchiv R 3017/10464, Bd. 1

Günther Haupt wird am 24. Juli 1913 in Lokstedt bei Ham­burg geboren und absolviert nach dem Schulbesuch eine Lehre zum Kaufmann. Bis 1934 wird er wegen Dieb­stahls zweimal zu mehrmonatigen Gefängnisstrafen ver­urteilt. Ab Februar 1936 arbeitet er als Lehrling in einer Molkerei und ist bis Frühjahr 1937 als Molkereigehilfe in Hamburg beschäftigt.
Um der Strafverfolgung nach weiteren Diebstählen in Molkereien zu entgehen, reist er im Herbst 1937 nach Frankreich und tritt dort in die Fremdenlegion ein. Im Sommer 1938 wird er vom französischen Geheimdienst angeworben und unternimmt mehrere Fahrten nach Norddeutschland, wo er Munitionslager, Befestigungsan­lagen und die Stärke verschiedener Truppenverbände aus­kundschaftet und darüber Bericht erstattet.
Haupt wird im August 1938 festgenommen, vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 29. August 1939 wegen „Lan­desverrats“ zum Tode verurteilt und am 11. Oktober 1939 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Günther Haupt

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Günther Haupt vom 29. August 1939

Bundesarchiv R 3017/10464, Bd. 2

Ablehnung des Gnadenerweises für Günther Haupt vom 4. Oktober 1939

Bundesarchiv R 3017/10464, Bd. 1

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Günther Haupt

Bundesarchiv R 3017/10464, Bd. 1

Sterbeurkunde von Günther Haupt vom 11. Oktober 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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