Charles Hautenne

8. Februar 1921, Annezin-les-Béthune – 8. September 1943
Charles Hautenne

Polizeiaufnahme von Charles Hautenne, um 1943

Bundesarchiv R 3001/143420

Der Mechaniker Charles Hautenne kommt im November 1941 als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland und arbeitet zuletzt bei den Argus-Motorenwerken in Berlin-Reinickendorf-Ost. Zum Zeitpunkt der Anklage befindet er sich bereits wegen eines anderen Straf­verfahrens in Untersuchungshaft im Zellengefängnis in der Lehrter Straße.
Er wird mit 27 anderen Zwangs­arbeiterinnen und Zwangsarbeitern wegen Einbruchsdiebstahls, Hehlerei und „Kriegswirtschaftsverbrechen” vor dem Sonder­gericht Berlin angeklagt.
Den mehrheitlich französischen Angeklagten werden insgesamt 43 Geschäftseinbrüche zwischen Anfang Februar und Mitte März 1943 in ganz Berlin zur Last gelegt.
Das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt am 23. August 1943 insgesamt 16 der Angeklagten zum Tode, darunter auch Charles Hautenne. Die übrigen Angeklagten werden zu mehrjährigen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt.
Charles Hautenne wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Charles Hautenne

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3185/13

Sterbeurkunde von Charles Hautenne vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Nachricht über die Vollstreckung des Todesurteils an Charles Hautenne vom 13. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3185/13

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