Karel Havel


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Havel, 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17384
Am 10. Juni 1943 begeht er spätabends im Bahnhof Friedrichstraße zusammen mit Zdeněk Aksamit, den er im Lokal „Aschinger” am Alexanderplatz kennengelernt hat, und Bohuš Rezek einen Kofferdiebstahl, bei dem Ak­samit festgenommen wird.
Nach dessen Verhör wird auch Karel Havel festgenommen. Am 15. September 1943 verurteilt das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin ihn aufgrund der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschädlingsverordnung” zusammen mit Zdeněk Aksamit und Bohuš Rezek wegen „gemeinschaftlichen Diebstahls” zum Tode. Josef Bartoš wird wegen „gewerbsmäßiger Hehlerei” zum Tode verurteilt. Alle vier jungen Männer werden am 30. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Havel
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17385
Übersetzung des letzten Briefs von Karel Havel an seine Mutter vom September 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17385
Bescheid über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Karel Havel und weitere Personen vom 1. Oktober 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17385





