Karel Havel

16. November 1921, Budweis (České Budějovice) – 30. September 1943
Karel Havel

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Havel, 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17384

Karel Havel kommt 1942 vermutlich als „Zivilarbeiter” nach Berlin, wo er verschiedenen Beschäf­ti­gungen nach­geht und in einer Herberge lebt.
Am 10. Juni 1943 begeht er spätabends im Bahnhof Fried­richstraße zusammen mit Zdeněk Aksamit, den er im Lokal „Aschinger” am Alexanderplatz ken­nengelernt hat, und Bohuš Rezek einen Koffer­diebstahl, bei dem Ak­samit festgenommen wird.
Nach dessen Verhör wird auch Karel Havel festgenom­men. Am 15. September 1943 verurteilt das Sonderge­richt VII bei dem Landgericht Berlin ihn aufgrund der kurz nach Kriegsbeginn er­lassenen „Volksschädlingsver­ordnung” zusammen mit Zdeněk Aksamit und Bohuš Rezek wegen „gemein­schaftlichen Diebstahls” zum Tode. Josef Bartoš wird wegen „ge­werbsmäßiger Hehlerei” zum Tode verurteilt. Alle vier jungen Männer werden am 30. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Havel

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17385

Übersetzung des letzten Briefs von Karel Havel an seine Mutter vom September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17385

Bescheid über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Karel Havel und weitere Personen vom 1. Oktober 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17385

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