František Havelka
Der in einer Brünner Waffenfabrik beschäftigte Eisen­dreher lernt im Sommer 1940 über seinen Bruder Ladislav Havelka einen Bekannten kennen, welcher Informant des sowjetischen Agenten Vladislav Bobák ist. Bobák baut auf Anweisung des sowjetischen General­konsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionage­organisation auf, für die er neue Agenten und Informan­ten anwirbt. František Havelka erklärt sich bereit dazu, Angaben über die Erzeugnisse der Waffenfabrik sowie die Zahl der dort beschäftigten Arbeiter zu machen. Bis Februar 1941 trifft er sich ungefähr zweimal im Monat mit Bobák und fertigt für ihn auch technische Zeichun­gen von Geschossen und Patronenhülsen an, die in seinem Betrieb hergestellt werden.
František Havelka und sein Bruder werden am 18. März 1941 festgenommen und zusammen mit weiteren Ange­klagten am 12. November 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verurteilten werden am 12. Juli 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Havelka vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Von František Havelka ab dem 15. August 1940 angefertige technische Zeichnungen mit Erläuterungen
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Weitere von František Havelka angefertigte technische Zeichungen vom 30. Dezember 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Ablehnung des Gnadenerweises für František Havelka durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Sterbeurkunde von František Havelka vom 13. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung








































































