Ladislav Havelka
Der Arbeiter wird im Juni 1940 von einem Bekannten für den sowjetischen Geheimdienst angeworben. Er stellt Beobachtungen darüber an, wieviel und welche deut­schen Truppen in und um Brünn stationiert sind und in welchem Umfang Truppen- und Materialtransporte den Brünner Bahnhof durchlaufen. Auch über die Stärke der auf den Brünner Flugplatz untergebrachten deutschen Mannschaften sowie die Zahl und Art der dort liegenden Flugzeuge sammelt er Informationen. Ladislav Havelka stellt darüber hinaus eine Verbindung zu seinem in den Brünner Waffenwerken beschäftigten Bruder František Havelka her und gibt Auskunft über Herstellung und Bestimmungsort der in seinem Betrieb produzierten Granaten.
Später lernt Havelka den Auftraggeber seines Bekannten kennen, den sowjetischen Agenten Vladislav Bobák. Bobák baut auf Anweisung des sowjetischen General­konsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionage­organisation auf, für die er neue Agenten und Informan­ten anwirbt.
Ladislav Havelka und sein Bruder werden am 18. März 1941 festgenommen und zusammen mit weiteren Ange­klagten am 12. November 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verurteilten werden am 12. Juli 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Ladislav Havelka vom 31. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ladislav Havelka vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Ablehnung des Gnadenerweises für Ladislav Havelka durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2
Sterbeurkunde von Ladislav Havelka vom 13. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung














































































































