Josef Havránek

12. Februar 1910, Tochowitz (Tochovice) – 9. Januar 1942
Josef Havránek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Havránek, 1940

Bundesarchiv R 3017/10483

Josef Havránek erlernt nach der Volksschule das Ma­schinenschlosserhandwerk und ist ab 1928 bei den Tsche­choslowakischen Staats­bahnen tätig.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht steht er im Dienst der „Protek­torats­bahnen”. Vereinzelt arbeitet er auch als Hausmeister. Er ist verhei­ratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Prag.
Als im Sommer 1939 die tschechisch­en „Protektoratsan­gehörigen” aufgefordert sind, sämt­liche Waffen bei der Polizei abzuliefern, bittet der ehemalige Oberleutnant der Tschecho­slowakischen Armee Pujmann ihn, dessen Waffen zu verstecken. Unterstützt von einem Landsmann mauert Josef Havránek diese in einen Sockel im Keller des von ihm bewohnten Hauses ein. Der ehe­malige Offizier versorgt ihn auch regelmäßig mit der Flugschrift „V boj” („In den Kampf”) der tschechischen Widerstands­bewegung.
Josef Havránek wird am 2. Juli 1940 festgenommen. Am 23. März 1941 verurteilt ihn der „Volks­gerichtshof” wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat in Tateinheit mit der uner­laubten Unterhaltung eines Waffenlagers” zum Tode. Er wird am 9. Januar 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Havránek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Havránek und andere vom 23. September 1941

Bundesarchiv R 3018/10489

Ablehnung des Gnadengesuchs von Josef Havránek durch das Reichssicherheitshauptamt, 20. Oktober 1941

Bundesarchiv R 3017/10483

Sterbeurkunde von Josef Havránek vom 9. Januar 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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