Josef Havránek
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht steht er im Dienst der „Protektoratsbahnen”. Vereinzelt arbeitet er auch als Hausmeister. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Prag.
Als im Sommer 1939 die tschechischen „Protektoratsangehörigen” aufgefordert sind, sämtliche Waffen bei der Polizei abzuliefern, bittet der ehemalige Oberleutnant der Tschechoslowakischen Armee Pujmann ihn, dessen Waffen zu verstecken. Unterstützt von einem Landsmann mauert Josef Havránek diese in einen Sockel im Keller des von ihm bewohnten Hauses ein. Der ehemalige Offizier versorgt ihn auch regelmäßig mit der Flugschrift „V boj” („In den Kampf”) der tschechischen Widerstandsbewegung.
Josef Havránek wird am 2. Juli 1940 festgenommen. Am 23. März 1941 verurteilt ihn der „Volksgerichtshof” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit der unerlaubten Unterhaltung eines Waffenlagers” zum Tode. Er wird am 9. Januar 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Havránek
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Havránek und andere vom 23. September 1941
Bundesarchiv R 3018/10489
Ablehnung des Gnadengesuchs von Josef Havránek durch das Reichssicherheitshauptamt, 20. Oktober 1941
Bundesarchiv R 3017/10483
Sterbeurkunde von Josef Havránek vom 9. Januar 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung














































