Richard Havron
Havron soll von August bis November 1942 an mehreren Diebstählen in Berlin beteiligt sein. Am 12. Mai 1943 wird er deswegen vom Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin zusammen mit 15 anderen Zwangsarbeitern auf der Grundlage der „Volks­schädlingsverordnung“ angeklagt. Da Havron zum Zeitpunkt der Taten noch nicht volljährig war, beauftragt das Gericht einen Gutachter, nach dessen Ansicht Havron „einer Person über 18 Jahre unter den gleichen Voraus­setzungen gleichzustellen sei“. Havron wird wie zehn weitere Zwangsarbeiter zum Tode verurteilt.
Am 23. Juli 1943 wird der 18-jährige Richard Havron im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Richard Havron
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2753/5
Übersetzung eines Briefes von Richard Havron an seine Eltern aus dem Strafgefängnis Plötzensee, 18. Mai 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2752
Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Richard Havron, 23. Juli 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2753/5
Sterbeurkunde von Richard Havron vom 24. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







