Richard Havron

16. Januar 1925, Jemeppe-sur-Meuse – 23. Juli 1943
Am 20. Januar 1942 kommt der 17-jährige Richard Havron als belgischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland. Mitte des Jahres erhält er eine Strafe von 18 Tagen „Arbeits­erziehungs­lager“, weil er unregel­mäßig zur Arbeit erscheint.
Havron soll von August bis November 1942 an mehreren Dieb­stählen in Berlin beteiligt sein. Am 12. Mai 1943 wird er deswegen vom Sonder­gericht VII bei dem Landgericht Berlin zusammen mit 15 anderen Zwangs­arbeitern auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verordnung“ angeklagt. Da Havron zum Zeitpunkt der Taten noch nicht volljährig war, beauftragt das Gericht einen Gutachter, nach dessen Ansicht Havron „einer Person über 18 Jahre unter den gleichen Voraus­setzungen gleich­zustellen sei“. Havron wird wie zehn weitere Zwangs­arbeiter zum Tode verurteilt.
Am 23. Juli 1943 wird der 18-jährige Richard Havron im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Richard Havron

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2753/5

Übersetzung eines Briefes von Richard Havron an seine Eltern aus dem Strafgefängnis Plötzensee, 18. Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2752

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Richard Havron, 23. Juli 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2753/5

Sterbeurkunde von Richard Havron vom 24. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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