Egbert Hayessen
Von Bernardis erfährt Hayessen am 15. Juli 1944 von dem geplanten Attentat auf Hitler und von der Bedeutung der „Walküre”-Befehle. Hayessen übernimmt die vorgesehenen Verbindungen zum Berliner Stadtkommandanten Paul von Hase und dem Polizeipräsidenten Wolf Heinrich Graf von Helldorf. Am Tag des Anschlags überbringt er von Hase die Nachricht von der Verhaftung des Generaloberst Fromm in der Bendlerstraße. In der Stadtkommandantur ist Hayessen dann an den Vorbereitungen zur Besetzung des Rundfunkgebäudes und zur Verhaftung des Reichspropagandaministers Goebbels beteiligt.
Egbert Hayessen wird noch am 20. Juli 1944 festgenommen und in die gerade neu geschaffene Gestapo-Sonderabteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 gebracht. Er wird am 15. August 1944 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und noch am selben Tag im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Erste Festnahmeliste der „Gestapo-Sonderkommission 20. Juli 1944” vom 24. Juli 1944
Bundesarchiv NS 6/4
Todesurteil des „Volksgerichtshofes” gegen Bernhard Klamroth, Hans-Georg Klamroth, Egbert Hayessen, Wolf Heinrich Graf Helldorf, Adam von Trott zu Solz und Hans Bernd von Haeften, 15. August 1944
Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes Inland IIg 59
Egbert Hayessen vor dem „Volksgerichtshof”, 15. August 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Sterbeurkunde von Egbert Hayessen vom 17. August 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung























