Josef Heeb
Als schwer Kriegsbeschädigter kann er nach seiner Rückkehr sein Studium nicht fortsetzen und findet Beschäftigung als Mesner an der Gutskirche in Maxlrein. Später absolviert er einen kaufmännischen Lehrgang in München und ist als Fremdenführer im Kloster Ettal tätig.
Bereits während seiner Zeit als Schüler am Gymnasium des Salesianerordens lernt er den Geistlichen August Hlond kennen, den späteren Erzbischof von Gnesen und Posen und Primas von Polen, der 1927 zum Kardinal ernannt wird.
In Briefen informiert Josef Heeb Kardinal Hlond bis zum Sommer 1939 über die kirchliche und politische Entwicklung aber auch über die Kriegsvorbereitungen und militärischen Planungen Deutschlands. Seit 1934 läuft die Korrespondenz über das polnische General­konsulat in München. Auf diesem Wege erhält auch der polnische Nachrichtendienst Durchschläge der Schreiben.
Josef Heeb wird am 14. Mai 1940 festgenommen und am 3. Juli 1942 vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt.
Er wird am 18. September 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Josef Heeb
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Heeb vom 3. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/10510
Ablehnung eines Gnadenerweises für Josef Heeb durch den Reichsminister der Justiz vom 3. September 1942
Bundesarchiv R 3018/1827
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Josef Heeb vom 18. September 1942
Bundesarchiv R 3018/1827
Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Heeb vom 18. September 1942
Bundesarchiv R 3018/1827









































