Josef Heeb

18. Oktober 1892, Bensheim – 18. September 1942
Josef Heeb

Josef Heeb

Bundesarchiv R 3018/1827

Josef Heeb kommt als Sohn eines Mesners (Küsters) im hessischen Bens­heim zur Welt. Nach dem Besuch der Volks­schule erlernt er den Beruf des Mützen­machers, in dem er aber nur kurze Zeit tätig ist. Anschlie­ßend geht er nach Wien, um sich am Gymnasium der Salesianer auf den Beruf des Geist­lichen vorzubereiten. Aufgrund des Ersten Welt­krieges, an dem er als Soldat teilnimmt, muss er seine Studien jedoch beenden.
Als schwer Kriegs­beschädigter kann er nach seiner Rück­kehr sein Studium nicht fort­setzen und findet Beschäf­tigung als Mesner an der Guts­kirche in Maxlrein. Später absolviert er einen kauf­männischen Lehr­gang in München und ist als Fremden­führer im Kloster Ettal tätig.
Bereits während seiner Zeit als Schüler am Gymnasium des Salesia­ner­ordens lernt er den Geist­lichen August Hlond kennen, den späteren Erz­bischof von Gnesen und Posen und Primas von Polen, der 1927 zum Kardinal ernannt wird.
In Briefen informiert Josef Heeb Kardinal Hlond bis zum Sommer 1939 über die kirch­liche und poli­tische Entwicklung aber auch über die Kriegs­vorbe­reitungen und militärischen Planungen Deutsch­lands. Seit 1934 läuft die Korres­pondenz über das polnische General­konsulat in München. Auf diesem Wege erhält auch der polnische Nach­richten­dienst Durchschläge der Schreiben.
Josef Heeb wird am 14. Mai 1940 festge­nommen und am 3. Juli 1942 vom 3. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Landesver­rats” zum Tode verurteilt.
Er wird am 18. September 1942 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Heeb

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Heeb vom 3. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/10510

Ablehnung eines Gnadenerweises für Josef Heeb durch den Reichsminister der Justiz vom 3. September 1942

Bundesarchiv R 3018/1827

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Josef Heeb vom 18. September 1942

Bundesarchiv R 3018/1827

Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Heeb vom 18. September 1942

Bundesarchiv R 3018/1827

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