Rudolf Heide

7. Juli 1907, Leipzig – 11. Mai 1943
Rudolf Heide wächst in einer Arbeiter­familie in Leipzig auf und arbeitet nach der Volks­schule als Gelegen­heits­arbeiter. Er ist Mitglied des Pfad­finder­bundes „Fahrende Scholaren”, der 1929 zu den „Roten Pfad­findern” wird, und führt im Auftrag der KPD diverse Gruppen an.
Seit der Gründung der Tschecho­slowakei tschecho­slowakischer Staats­angehöriger, da er der deutschen Minder­heit angehört. Im Oktober 1935 wird er „wegen politischer Umtriebe” aus Deutschland ausge­wiesen und lebt zuletzt im Grenzgebiet Groß­bocken (Velká Bukovina) in der Nähe von Tetschen (Děčín). 1936 gibt er politische und militärische Infor­mationen an einen tschechischen Nach­richten­offizier weiter.
Rudolf Heide wird festge­nommen, am 2. März 1943 vom „Volks­gerichtshof” wegen „landes­verräte­rischer Feind­begüns­tigung” zum Tode verur­teilt und am 11. Mai 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Rudolf Heide vom 2. März 1943

Bundesarchiv R 3017/10521

Sterbeurkunde von Rudolf Heide vom 12. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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