Rupert Heider

16. September 1908, Anger bei Weiz/Oststeiermark – 15. Juni 1940
Der Arbeiter Rupert Heider gehört der Glaubensgemein­schaft der Zeugen Jehovas an. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wird er zur Wehrmacht ein­berufen. Er ver­weigert den Dienst an der Waffe und den Eid auf Hitler und wird daraufhin festgenommen.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechts­verordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Rupert Heider wird am 18. April 1940 vom Reichskriegs­gericht zum Tode verurteilt und am 15. Juni 1940 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rupert Heider

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde für Rupert Heider, 15. Juni 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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