Horst Heilmann

15. April 1923, Dresden – 22. Dezember 1942
Horst Heilmann

Horst Heilmann um 1941

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Horst Heilmann wächst in Dresden auf. Der Vater ist Privat­dozent an der Technischen Hoch­schule und später Stadt­baurat in Halle an der Saale. Die Familie zieht 1934 nach Berlin um. Ab 1940 studiert Horst Heil­mann an der Auslands­wissen­schaftlichen Fakultät der Berliner Universität und wird Mitglied im NS-Studenten­bund. Er strebt eine Laufbahn im diplo­matischen Dienst an.
Im Herbst 1940 lernt er Harro Schulze-Boysen in einer Übung kennen, die dieser leitet. Es entwickelt sich eine freund­schaftliche Beziehung und sie planen, eine gemeinsame Diplom­arbeit zu schreiben. 1941 meldet sich Host Heil­mann freiwillig zur Wehr­macht und tritt in die NSDAP ein.
Im März 1942 kommt er zur Nach­richten­dechiffrier­abteilung beim Oberkommando des Heeres. Er benach­richtigt Harro Schulze-Boysen über ent­schlüsselte sowjetische Funk­sprüche, in denen dessen Name erwähnt wird. Als Harro Schulze-Boysen festge­nommen wird, warnt Heilmann auch dessen Ehefrau Libertas und John Graudenz.
Horst Heilmann wird am 19. Dezember 1942 vom Reichs­kriegs­gericht wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat, Zerset­zung der Wehrkraft und Spionage” zum Tode verurteilt und am 22. Dezember 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Feldurteil des Reichskriegsgerichts gegen Schulze-Boysen, Harnack und andere

Militärhistorisches Archiv, Prag

Sterbeurkunde von Horst Heilmann vom 23. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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