Karel Helmich

15. Mai 1892, Prag – 16. Juni 1943
Karel Helmich

Porträt von Karel Helmich, 1930er Jahre

Privatbesitz

Karel Helmich wächst als Sohn eines Schusters in Prag auf. Er absolviert die Handels­schule und ist in verschie­denen Betrieben tätig, bis er 1930 zur Gewerbe- und Handels­vorschuss­kasse in Prag-Vinohrady kommt, deren leitender Direktor er schließlich wird. 1931 tritt er in die Gewerbepartei ein.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und der Auflösung der tschecho­slowaki­schen Streitkräfte richtet er im Frühjahr 1939 für seinen Freund Viktor Spěváček, General a. D. und vormaliger Generalintendant des Heeres, in seiner Bank mehrere Konten ein. Spěváček sammelt und verwendet Geld­beträge für die Finanzie­rung der im Entstehen begriffenen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation), die vor allem aus ehe­maligen Offizieren besteht und eine Geheimarmee aufzubauen sucht, um die Tschechoslowakische Republik wieder­herzustellen. Der Major a. D. František Raška nimmt Auszahlungen vor und dokumentiert deren Verwendung.
Karel Helmich wird am 20. Dezember 1939 festgenom­men und vom „Volks­gerichtshof” am 18. November 1942 zusam­men mit František Raška und Siegfried Kyšer we­gen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode ver­urteilt. Alle drei Männer werden am 16. Juni 1943 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen František Raška und andere vom 29. August 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-213-1

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen František Raška und andere vom 18. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-212-13

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Karel Helmich vom 16. Juni 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-213-7

Sterbeurkunde von Karel Helmich vom 17. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Familienfoto von Karel Helmich mit seiner Frau Angela und den Söhnen Karel und Vladimír, um 1935

Privatbesitz

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