Mathilde Hengeveld
Mathilde und Wilhelm Hengeveld werden im Februar 1944 wegen der Verbreitung illegaler Schriften der Zeu­gen Jehovas festgenommen und am 4. August 1944 ge­meinsam mit fünf weiteren Zeugen Jehovas vom 6. Se­nat des „Volksgerichtshofs” wegen „Wehrkraftzer­setzung in Verbindung mit landesverräteri­scher Begüns­tigung des Feindes” zum Tode verurteilt.
Mathilde Hengeveld wird am 12. Januar 1945 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet. Wilhelm Henge­veld ist bereits am 11. Dezember 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden ermordet worden.
Dokumente
Anklageschrift gegen Luise Pakull, Else Woicziech, Mathilde und Wilhelm Hengeveld, Helene Gotthold, Henriette Meyer und drei weitere Zeugen Jehovas, 24. Mai 1944
Bundesarchiv R 3017/33995
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Luise Pakull, Else Woicziech, Mathilde und Wilhelm Hengeveld, Helene Gotthold, Henriette Meyer und drei weitere Zeugen Jehovas, 4. August 1944
Bundesarchiv R 3017/33995
Potsdam Gerichtsgef.
Akt. 4 J 58/44
An den Herrn
Oberreichsanwalt
bei dem Volksgerichtshof
Berlin W 8
Bellevuestr. 15
Gnadengesuch
Ich wurde heute am 4.8.44 zum Tode verurteilt. Da ich 1940 meinen Jungen verlor, wandte ich mich der Schrift zu und entnahm daraus, dass ich mein Kind bald wiedersehen würde.
Ich war mir der Tragweite meines Handelns nicht bewusst und bitte Sie nun Herr
Herr Oberreichsanwalt dieses zu berücksichtigen und das allzu harte Urteil in eine Freiheitsstrafe umzuwandeln.
gez. Mathilde Hengeveld.
Potsdam, den 4.8.44
Gnadengesuch von Mathilde Hengeveld, 4. August 1944
Bundesarchiv R 3017/33995





















