Albert Hensel

20. März 1895, Dresden – 5. Juni 1942
Albert Hensel

Albert Hensel

Bundesarchiv R 3017/35055

Albert Hensel erlernt den Beruf des Melkers und ist später auf dem Bau und in verschiedenen Betrieben tätig. Er nimmt am Ersten Weltkrieg teil, gehört anschließend der Reichs­wehr an und informiert den sächsischen Land­tags­abgeordneten der KPD Rudolf Renner über die Existenz der „Schwarzen Reichs­wehr”. Als Renner im Landtag dagegen protestiert, muss Hensel aus Sicherheits­gründen Dresden für zwei Jahre verlassen. Seit 1929 gehört er der KPD an und wird Mitglied der „Revolutionären Gewerk­schafts­opposition“ (RGO).
1934 lernt er Karl Stein kennen und kommt durch ihn in Kontakt mit dem Künstlerpaar Eva und Fritz Schulze. Hensel beteiligt sich an politischen Diskussionen des Kreises, sammelt ehemalige Angehörige der KPD um sich und unterstützt Familien von Verfolgten. Er nimmt zudem an Besprechungen mit Funktionären der illegalen KPD in Prag teil.
Albert Hensel wird am 6. Februar 1941 festgenommen und am 13. März 1942 gemeinsam mit Karl Stein und Fritz Schulze vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 5. Juni 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Albert Hensel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift gegen Karl Stein, Fritz Schulze, Albert Hensel und andere, 2. Dezember 1941

Bundesarchiv R 3018/1718

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Stein, Fritz Schulze, Albert Hensel und andere, 13. März 1942

Bundesarchiv R 3018/1718

Sterbeurkunde von Albert Hensel vom 5. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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