Franciscus Hensen
1935 beginnt Franciscus Hensen, für Josefus Vrinten, einen Verwandten seiner Frau, tätig zu werden und Briefe aus dem Ausland an diesen weiterzuleiten. Vrinten arbeitet von Rotterdam aus für den britischen Nachrichtendienst und hat ein Netzwerk aufgebaut, das Informationen aus dem westdeutschen Gebiet für diesen zusammenträgt. Von 1936 bis 1940 kann Franciscus Hensen etwa 30 Personen anwerben, die das westdeutsche Gebiet erkunden und Informationen liefern.
Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande im Mai 1940 wird der Familienvater am 8. September 1940 festgenommen, in Scheve­ningen und Köln inhaftiert und im Oktober 1942 nach Berlin verlegt. Am 25. November 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn wegen „Landesverrats” zum Tode. Die anderen Angeklagten erhalten Zuchthausstrafen. Franciscus Hensen wird am 5. April 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Franciscus Hensen und weitere Personen, 1942
Bundesarchiv R 3017/10603
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franciscus Hensen und weitere Personen vom 25. November 1942
Bundesarchiv R 3017/10603
Sterbeurkunde von Franciscus Hensen vom 6. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung











































































































