Franciscus Hensen

28. September 1896, Waalwijk – 5. April 1943
Franciscus Hensen

Franciscus Hensen

Privatbesitz

Franciscus Hensen wächst im nieder­län­dischen Waalwijk als Sohn eines Schuh­machers in ärmlichen Verhält­nissen auf und muss ab seinem zwölften Lebens­jahr mit der Arbeit in Schuh­fabriken zum Lebens­unterhalt beitra­gen. 1921/22 arbeitet er in Südafrika und anschlie­ßend wieder in den Nieder­landen. 1924 wird er erwerblos und betreibt seitdem einen Klein­handel mit Leder­resten.
1935 beginnt Franciscus Hensen, für Josefus Vrinten, einen Verwandten seiner Frau, tätig zu werden und Briefe aus dem Ausland an diesen weiter­zuleiten. Vrinten arbeitet von Rotter­dam aus für den britischen Nach­rich­tendienst und hat ein Netzwerk aufgebaut, das Informa­tionen aus dem west­deutschen Gebiet für diesen zusam­menträgt. Von 1936 bis 1940 kann Franciscus Hensen etwa 30 Perso­nen anwer­ben, die das west­deutsche Gebiet erkun­den und Informa­tionen liefern.
Nach dem Einmarsch der Wehr­macht in die Nieder­lande im Mai 1940 wird der Familien­vater am 8. September 1940 festge­nommen, in Scheve­ningen und Köln inhaf­tiert und im Oktober 1942 nach Berlin verlegt. Am 25. Nov­ember 1942 verurteilt der „Volks­gerichtshof” ihn wegen „Landes­verrats” zum Tode. Die anderen Angeklag­ten erhalten Zucht­hausstrafen. Franciscus Hensen wird am 5. April 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Franciscus Hensen und weitere Personen, 1942

Bundesarchiv R 3017/10603

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franciscus Hensen und weitere Personen vom 25. November 1942

Bundesarchiv R 3017/10603

Sterbeurkunde von Franciscus Hensen vom 6. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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