Theodor Hertel

19. November 1897, Königsberg (Kaliningrad) – 1. Juni 1943
Theodor Hertel wächt in Königs­berg auf und zieht 1912 nach dem Tod seines Vaters mit seiner Mutter nach Memel (Klaipėda), wo er den Beruf des Drogisten erlernt. 1916 wird er zum Militär­dienst einbe­rufen und nimmt am Ersten Welt­krieg teil, anschlie­ßend ist er als selbst­ständiger Drogist in Heyde­krug (Šilutė) tätig.
Nach der Abtretung des Memel­gebiets im Zuge des Versailler Vertrags wird Theodor Hertel litauischer Staats­ange­höriger mit der Eigen­schaft eines Bürgers des Memel­gebiets. 1930 tritt er in die NSDAP ein und wird zudem ehren­amtlicher Geschäfts­führer der Memel­ländischen Volks­partei.
1929 lässt er sich vom litauischen Nach­richten­dienst anwerben und liefert diesem gegen einen festen Monats­lohn bis 1932 Informa­tionen. 1932 geht er zurück nach Königs­berg, wird 1933 wieder deutscher Reichs­angehöriger und ist Teil der dortigen NSDAP-Gau­leitung.
Wegen seiner Betätigung für den litauischen Nach­richten­dienst wird Theodor Hertel am 30. Juni 1940 festge­nommen, vom „Volks­gerichts­hof” am 13. Januar 1943 wegen „Landes­verrats” zum Tode verur­teilt und am 1. Juni 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Theodor Hertel, 1942 [undatiert]

Bundesarchiv R 3017/10652

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Theodor Hertel vom 13. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/10652

Sterbeurkunde von Theodor Hertel vom 2. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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