Franz Herzig

25. April 1921, Strakonitz – 20. Oktober 1944
Der aus Böhmen stammende Buchbinder Franz Herzig kommt 1940 als „Zivil­arbeiter” nach Leipzig, wo er bei der Bahnmeisterei beschäftigt ist. Nach anderthalb Jah­ren kommt er nach Berlin. Dort wird er wegen Dieb­stahls zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt, anschlie­ßend arbeitet er in den Mühlenwerken in Berlin-Köpenick.
Anfang 1944 schließt er sich einer Gruppe Tschechen an, die in Berlin von Januar bis Mai 1944 zahlreiche nächt­liche Einbrüche in Lebensmit­tel- und Bekleidungsge­schäften begeht und die Waren zu hohen Preisen weiterveräußert.
Am 30. September 1944 verurteilt das Sonderge­richt II bei dem Landgericht Berlin ihn auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn er­lassenen „Volksschädlingsver­ordnung” wegen „fortgesetzten Kriegswirtschafts­verbrechen zugleich mit schwerem Diebstahl” zusammen mit sechs weiteren Angeklagten zum Tode. Die sieben jungen Männer werden am 20. Oktober 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anordnung zur Vollstreckung der Todesstrafe gegen Franz Herzig und andere vom 12. Okto­ber 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1752

Mitteilung über die Hinrichtung von Franz Herzig, 20. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1752

Sterbeurkunde von Franz Herzig vom 21. Oktober 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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