Gottfried Herzog

20. Oktober 1899, Straßwalchen – 6. Januar 1940
Gottfried Herzog

Gottfried Herzog

Verein Lila Winkel, Österreich

Gottfried Herzog erlernt wie sein Vater den Beruf des Schneiders. 1930 heiratet er Theresia Brudl, 1933 wird die gemein­same Tochter geboren. Er schließt sich in den 1930er Jahren den Zeugen Jehovas an und verwei­gert, als er nach dem deutschen Über­fall auf Polen zur Wehr­macht eingezogen wird, aus religiösen Gründen den Dienst an der Waffe.
Nach der bereits am 26. August 1939 in Kraft getretenen „Kriegs­sonder­straf­rechts­verord­nung” wird die Verweige­rung des Wehr­dienstes als „Zerset­zung der Wehr­kraft” geahndet und kann mit dem Tode bestraft werden.
Gott­fried Herzog wird festge­nommen und über Wien nach Berlin gebracht. Er wird am 5. Oktober 1939 vom Ober­reichs­kriegs­anwalt angeklagt und am 23. November vom Reichs­kriegs­gericht zum Tode verur­teilt.
Gott­fried Herzog und vier weitere öster­reichische Zeu­gen Jehovas, die den Dienst an der Waffe verwei­gert haben, werden am 6. Januar 1940 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gottfried Herzog

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Abschiedsbrief von Gottfried Herzog an seine Frau und seine Tochter, 5. Januar 1940

Verein Lila Winkel, Österreich

Sterbeurkunde von Gottfried Herzog vom 6. Januar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück