Friedrich Hildebrandt

8. Juni 1887, Groß Flottbek – 19. April 1945
Friedrich Hildebrandt

Friedrich Hildebrandt

Privatbesitz

Friedrich Hilde­brandt absol­viert nach dem Besuch der Ober­real­schule ein Lehrer­seminar und ist anschlie­ßend bis zum Beginn des Ersten Welt­krieges als Lehrer an Gymnasien tätig. Nach der Teil­nahme am Ersten Wel­tkrieg wird er aus dem Schul­dienst entlassen, da er keinen Eid auf die Weimarer Ver­fassung leisten will. In den folgenden Jahren ist er als Unter­nehmer tätig. Nach 1933 über­nimmt der zudem die Leitung des Labora­toriums des deutschen Mineralöl­groß­handels.
Friedrich Hilde­brandt wird am 26. August 1944 festge­nommen. Ihm wird „Wehrkraft­zersetzung” und „Feinbe­günstigung” vorge­worfen. In mehreren Gesprächen soll er die NS-Führung als unfähig bezeichnet und den Krieg für Deutsch­land für verloren erklärt haben. Zudem soll er das Attentat auf Hitler von 20. Juli 1944 begrüßt und dessen Scheitern bedauert haben.
Ab dem 14. September 1944 befindet sich Friedrich Hilde­brandt im Unter­suchungs­haft im Strafge­fängnis Plötzen­see. Hier verstirbt er am 19. April 1945.

Dokumente

Gefangenenkarte von Friedrich Hildebrandt

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift gegen Friedrich Hildebrandt vom 6. Dezember 1944

Bundesarchiv R 3001/154834

Sterbeurkunde für Friedrich Hildebrandt vom 19. April 1945

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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