Wilhelm Himmer
Kurz vor dem „Anschluss” Österreichs an das Deutsche Reich 1938 lernt Himmer in der Schweiz den Leiter der Aktivistischen Kampforganisation (AKO) kennen, einer kommunistischen Kampforganisation, die „mit allen tauglichen Mitteln” den Nationalsozialismus und seine Anhänger bekämpfen will. Er erklärt sich bereit, als Leiter der AKO für Vorarlberg neue Mitglieder zu werben.
Jedes neu in der AKO aufgenommene Mitglied erhält ein Aufnahmeschreiben mit Richtlinien aus der Schweiz. Punkt eins dieser Richtlinien lautet: „Jedes Mitglied hat die Pflicht, dem Naziregime den grösstmöglichen Scha­den zuzufügen, Gegenpropaganda (Flüsterpropa­ganda), Nachrichtendienst (auch militärischen), Vorbe­reitung von Anschlägen gegen öffentliches Eigentum und nazistische Einrichtungen.”
Wilhelm Himmer wird deswegen am 2. Januar 1940 festgenommen und gemeinsam mit seiner Frau und weiteren Personen vom „Volksgerichtshof“ ange­klagt. Er wird am 20. März 1942 vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Landesverrats in Verbindung mit Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 8. Juli 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Wilhelm Himmer
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Wilhelm Himmer, seine Frau Elsa und weitere Personen vom 21. Oktober 1941
Bundesarchiv R 3017/333126
Bericht des SS-Sturmbannführers und Regierungsrats Renken vom 25. März 1942, der für den „Volksgerichtshof” in seinem Gutachten für Wilhelm Himmer die Todesstrafe fordert
Bundesarchiv R 3017/33326
Sterbeurkunde von Wilhelm Himmer vom 8. Juli 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

















































