Michel Himmes

15. April 1888, Lissingen/Daun – 1. Februar 1943
Michel Himmes

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Michel Himmes, 1941

Bundesarchiv R 3017/3345

Der Schmied Michel Himmes betreibt während der Besetzung des Rhein­lands durch französische Truppen eine Gast­wirtschaft in Gerol­stein in der Eifel, in der regelmäßig französische Gendarme verkehren und wird ab 1923 bis zum Abzug der französischen Truppen 1924 beim französischen Zoll als Hilfs­aufseher angestellt. Er ist zudem Mitglied des Vereins der Rhein­land­bewegung.
Ende 1924 zieht er nach Luxem­burg und im Oktober 1930 nach Frank­reich. Ab 1931 lebt Michel Himmes mit seiner Familie in Dieden­hofen bei Metz und wird Mitglied der „Ligue d’Amitié Franco-Rhé­nane-La Halte“, die sich für die Loslösung des Rhein­lands vom Deutschen Reich einsetzt. In Dieden­hofen über­nimmt er eine Gast­wirtschaft, in der die Liga gelegentlich Versamm­lungen abhält.
Nach dem deutschen Überfall auf Polen wird Michel Himmes für elf Monate von den Franzosen interniert und nach der deutschen Besetzung Frank­reichs am 6. Februar 1941 von deutscher Seite festge­nommen. Er wird am 25. November 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ wegen „Hoch- und Landes­verrats“ zum Tode verurteilt.
Michel Himmes wird am 1. Februar 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Michel Himmes

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Michel Himmes vom 25. November 1942

Bundesarchiv R 3017/3345

Gnadengesuch seiner Familie für Michel Himmes vom 16. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/3345

Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Michel Himmes vom 23. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/3345

Sterbeurkunde von Michel Himmes vom 2. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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