Richard Hinkelmann

3. November 1895, Hötensleben – 8. September 1943
Richard Hinkelmann

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Richard Hinkelmann, 1942

Bundesarchiv R 3018/1612

Richard Hinkelmann tritt 1908 der Sozialistischen Arbeiter­jugend bei. Er ist gelernter Schlosser und arbeitet als Maschinist in einer Ziegelei. Während des Ersten Weltkrieges wird Hinkelmann schwer verwundet und sein rechter Arm muss amputiert werden.
Seit 1918 gehört er der KPD an, aus der er Ende 1932 ausgetreten sein soll.
Richard Hinkelmann und seine Frau Elise helfen gemeinsam mit Rudolf Scheffel sowie Käthe und Felix Tucholla im Juni 1942 Erwin Panndorf, der aus der Sowjetunion kommend über Ostpreußen mit dem Fallschirm abgesprungenen ist.
Richard Hinkelmann und seine Fau lassen Panndorf in ihrem Siedlungshaus in Berlin-Rahnsdorf wohnen und unterstützen ihn in seiner Arbeit.
Richard Hinkelmann wird gemeinsam mit Rudolf Scheffel, Felix und Käthe Tucholla sowie Kurt Bietzke am 17. August 1943 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Richard Hinkelmann und andere, 5. Juli 1943

Bundesarchiv R 3018/1612

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Richard Hinkelmann und andere, 17. August 1943

Bundesarchiv R 3018/1612

Stellungnahme der Staatspolizeileitstelle Berlin in den Gnadenverfahren von Rudolf Scheffel, Käthe und Felix Tucholla, Richard Hinkelmann und Kurt Bietzke, 7. September 1943

Bundesarchiv R 3018/1612

Anordnung des Staatssekretärs im Reichsjustizministerium Curt Rothenberger zur Vollstreckung der Todesurteile gegen 142 Gefangene, 7. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

Sterbeurkunde von Richard Hinkelmann vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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