Hella Hirsch

6. März 1921, Posen (Poznań) – 4. März 1943
Hella Hirsch

Hella Hirsch, 1937

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Hella Hirsch besucht von 1927 bis 1937 die Volks- und Mittelschule und absolviert danach bis 1939 eine kauf­männische Ausbildung. Sie findet in ihrem Beruf jedoch keine Anstellung und arbeitet daher als Sprechstunden­hilfe bei Dr. Fritz Hirschfeld.
Ab Juni 1941 wird sie als Jüdin zur Zwangsarbeit in das Aceta-Werk, einer Filiale der IG Farben in Berlin-Rummelsburg verpflichtet. Gemeinsam mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Alice Hirsch schließt sie sich der Widerstandsgruppe um Herbert Baum an. Nach dem Brandanschlag auf die Propaganda­aus­stellung „Das Sowjetparadies“ im Berliner Lustgarten am 18. Mai 1942 wird die Gruppe aufgedeckt.
Hella Hirsch wird am 8. Juli 1942 festgenommen, am 10. Dezember 1942 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 4. März 1943 in Plötzensee ermordet.
Ihre Schwester Alice, die zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist, wird am 8. Dezember 1943 in Auschwitz ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hella Hirsch

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Hella Hirsch, Ismar Zöllner, Alice Hirsch (v. l.), um 1937

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Hella Hirsch und andere Angehörige der Gruppe um Herbert Baum,
10. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/33975

Ablehnung des Gnadenerweises für Hella Hirsch und weitere Mitglieder der Gruppe um Herbert Baum, 4. Januar 1943

Bundesarchiv R 3018/1642

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Hella Hirsch, 4. März 1943

Bundesarchiv R 3017/33975

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