Helmut Hirsch

27. Januar 1916, Stuttgart – 4. Juni 1937
Helmut Hirsch

Helmut Hirsch

Archiv des Instituts für Zeitgeschichte ED 106/51

Helmut Hirsch stammt aus einer jüdischen Familie und schließt sich bereits als Schüler einer bündischen Jugendgruppe an. 1936 emigriert er mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Prag. Durch den ebenfalls nach Prag emigrierten Leiter seiner Jugendgruppe lernt Hirsch Hitlers ehemaligen innerparteilichen Haupt­widersacher Otto Strasser kennen, der die „Schwarze Front” anführt.
Strasser bewegt Hirsch dazu, einen Anschlag auf das Nürnberger Parteitagsgelände der NSDAP zu planen. Von dieser Tat sei die Behandlung der deutschen Juden durch die „Schwarze Front” abhängig.
Hirsch verlässt Prag unmittelbar vor Weihnachten 1936 und reist nach Stuttgart, wo er bereits wenige Stunden nach seiner Ankunft verhaftet wird. Der Verbindungs­mann Strassers, der Hirsch den Sprengstoff für den geplanten Anschlag aushändigen soll, ist ein Spitzel der Gestapo.
Helmut Hirsch wird am 8. März 1937 vom „Volksge­richtshof” zum Tode verurteilt und am 4. Juni 1937 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Helmut Hirsch

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Helmut Hirsch, 8. März 1937

Bundesarchiv R 3018/4427

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