Oldřich Hlaváč
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt sich Oldřich Hlaváč der nationalen Widerstandsbewegung an. Seine Praxis dient der Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) in Prag als Treffpunkt und Ort zur Weiterleitung von Informationen.
Am 8. April 1940 wird der verheiratete Familienvater festgenommen. Am 12. Juni 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zusammen mit Karel Jaroš und sieben weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Oldřich Hlaváč wird am 18. Dezember 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Oldřich Hlaváč
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 14. Januar 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-352-2
Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 12. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV
Ich bitte Sie, retten Sie meinen Vater.
Ich werde täglich für Sie beten und
Ihnen immer dankbar sein. Alle bei
uns weinen Tag und Nacht. Ich habe
festen Vertrauen, dass Sie meinem Vater
helfen. Ich bitte Sie darum.
Johann Hlavác, Schüller.
Gnadengesuch von Johann Hlaváč für seinen Vater Oldřich Hlaváč, um Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. V
Bekanntmachung der Hinrichtung von Oldřich Hlaváč und anderen, plakatiert Ende Dezember 1942 in Prag
Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV













































































