Vilém Hlinka


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Vilém Hlinka, 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-314-14
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” gewährt er ab Juni 1941 mehreren von der Festnahme durch die Gestapo bedrohten Mitgliedern der tschechischen Widerstandsbewegung unter falschen Namen Aufnahme im Krankenhaus.
Am 11. März 1943 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn deshalb zusammen mit dem Oberarzt František Šimer und Karel Hradecký zu langjährigen Zuchthausstrafen. Nach einem im Juli 1943 erfolgten außerordentlichen Einspruch des „Oberreichsanwalts des Volksgerichtshofs” werden die Mediziner am 4. August 1943 unter Vorsitz von Roland Freisler zum Tode verurteilt.
Die drei Internisten werden in der Nacht zum 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen František Šimer und andere aus dem Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-314-19
Zweites Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Šimer und andere vom 4. August 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-314-10
Gnadengesuch von Zdeňka Hlinková für ihren Ehemann Vilém Hlinka vom 5. September 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-314-14
Sterbeurkunde von Vilém Hlinka vom 15. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019



































