Josef Hlobil

15. Februar 1899, Tutschap (Tučapy) – 26. Januar 1943
Josef Hlobil

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Hlobil, 1940

Bundesarchiv R 3017/10728

Josef Hlobil studiert Medizin und ist ab 1928 als prak­tischer Arzt in Wessely (Veselí nad Moravou) tätig. Während des Ersten Welt­kriegs wird er zum Militär­dienst in die öster­reichisch-ungarische Armee einberufen, gerät 1917 in italienische Kriegs­gefangen­schaft und tritt 1918 in die Tschecho­slowa­kische Legion in Italien ein.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht gewinnt ihn ein anderer ehemaliger Legionär Ende Juni 1939 für die Mitarbeit in der Militär­orga­nisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation), die eine Geheimar­mee aufzubauen sucht und die Wieder­herstel­lung der Tschechoslowa­kischen Republik zum Ziel hat. Josef Hlobil beherbergt den von der Gestapo gesuch­ten Juristen Vančura und verhilft ihm zur Flucht ins Ausland.
Er wird am 24. Juli 1940 festge­nommen und am 18. Sep­tember 1942 vom „Volks­gerichtshof” zusammen mit Josef Brýl wegen „landesverräterischer Feind­begünsti­gung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode ver­urteilt. Beide Männer werden am 26. Januar 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Hlobil

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Hlobil und Josef Brýl vom 12. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/10728

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Hlobil und Josef Brýl vom 18. September 1942

Bundesarchiv R 3017/10728

Brief von Josef Hlobil an seinen Strafverteidiger Dr. Lincke vom 6. Oktober 1942 mit Abschrift

Bundesarchiv R 3017/10728

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee zum Abgang des Gefangenen Josef Hlobil vom 27. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/10728

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