Gaston Hocquard

21. Mai 1919, Belfort – 18. April 1945
Der französische Schweißer Gaston Hocquard kommt als „Zivilarbeiter“ nach Berlin. Zwischen Mai 1944 und März 1945 ist er am Weiterverkauf der von André Fougeron und Georges Cauchois auf einer selbstgebauten Druckmaschine hergestellten Brotmarken beteiligt.
Im Verfahren vor dem Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin gegen André Fougeron und Georges Cauchois wegen „Kriegswirtschaftsverbrechen“ wird Gaston Hocquard am 18. April 1945 wegen räuberischer Erpressung zum Tode verurteilt. Von den insgesamt 14 Angeklagten werden noch acht weitere zum Tode, die übrigen Angeklagten zu mehrjährigen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt.
Gaston Hocquard wird noch am Tag der Urteils­verkündung im Strafgefängnis Plötzensee ermordet. Er gehört zu den letzten in Plötzensee Hingerichteten.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gaston Hocquard

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

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