Eugen Hölscher

3. März 1921, Elberfeld – 29. November 1943
Eugen Hölscher kommt als unehe­liches Kind zur Welt und wächst in einem Waisen­haus in Hamburg auf. 1936/37 arbeitet er als Artist und fährt anschlie­ßend bis Oktober 1943 als Koch zur See. Nachdem er als seeun­tauglich entlassen wurde, kommt er nach Berlin und wird für eine Front­bühne unter Vertrag genommen.
Ihm wird vorgeworfen, am 22. Novem­ber 1943 nach einem alliierten Luftan­griff bei Aufräum­arbeiten aus einer Wohnung zwei Koffer und zwei Flaschen Wein an sich genommen zu haben. Am 28. Novem­ber 1943 verurteilt das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin Eugen Hölscher wegen „Plünderns” auf Grundlage der kurz nach Kriegs­beginn erlassenen „Volks­schäd­lings­verord­nung” zum Tode.
Eugen Hölscher wird einen Tag später, am 29. November 1943, im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Eugen Hölscher

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Eugen Hölscher vom 30. November 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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