Fritz Hoffmann

24. April 1907, Dresden – 12. Juni 1942
Fritz Hoffmann

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Fritz Hoffmann

Bundesarchiv R 3018/4440

Bereits mit 14 Jahren wird Fritz Hoffmann Mitglied der Sozialis­tischen Arbeiter-Jugend (SAJ). Er beginnt eine Lehre als Tischler und schliesst sich dann mit 17 Jahren der KPD an. Gemeinsam mit einem Freund erwirbt er 1929 eine kleine Tischler­werkstatt. Diese wird unter anderem zur Herstellung von Trans­parenten und Plakaten aber auch für Versamm­lungen genutzt.
Neben der Arbeit in der KPD engagiert er sich auch in der proletarischen Freidenker­bewegung und in der Gesangs­abteilung der Naturfreunde-Opposition „Rotsport“. Er singt als 2. Tenor im Bergsteigerchor der Vereinigten Kletter­abteilung („Rote Bergsteiger“).
Nach 1933 im Widerstand gegen das NS-Regime, druckt er zahlreiche Flugblätter und holt aus der Tschecho­slowakei illegale Zeitungen und Zeitschriften wie die „Rote Fahne” und die „Arbeiter Illustrierte Zeitung” über die Grenze nach Dresden. Am 7. März 1934 wird Fritz Hoffmann festgenommen und nach einjähriger Unter­suchungs­haft wegen „illegaler Grenz­arbeit“ zu zwei Jahren und zehn Monaten Zucht­haus verurteilt, die er in Zwickau-Osterstein verbüßt.
Nach seiner Entlassung setzt er den Kampf gegen das NS-Regime fort. Er nimmt Kontakt zur Wider­stands­gruppe um Fritz Schulze und Karl Stein auf.
Im Januar 1941 wird er erneut verhaftet und nach 14 Monaten Untersuchungshaft am 26. März 1942 vom „Volks­gerichtshof“ zum Tode verurteilt.
Fritz Hoffmann wird am 12. Juni 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Fritz Hoffmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofes” gegen Fritz Hoffmann und drei weitere Angeklagte, 26. März 1942

Bundesarchiv R 3018/3629

Ablehnung des Gnadengesuchs von Fritz Hoffmann, 1. Juni 1942

Bundesarchiv R 3018/4440

Anweisungen zur Vorbereitung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Fritz Hoffmann, 1. Juni 1942

Bundesarchiv R 3018/4440

Sterbeurkunde von Fritz Hoffmann vom 12. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück