Otakar Hofta

12. August 1901, Podmokl (Podmokly) – 22. Februar 1943
Otakar Hofta

Portraitaufnahme von Otakar Hofta

Staatliches Kreisarchiv Semil (Státní okresní archiv Semily)

Otakar Hofta wird am 12. August 1901 in Podmokly ge­boren und ist als Versiche­rungs­vertreter in Prag-Ricany beschäftigt.
Hofta wird im Frühjahr 1939 von seinem Bekannten Josef Vaněk gebeten, aus Prag Flug­schriften des Národni Od­boj (Nationaler Wider­stand) zu beschaffen, die dieser ver­vielfäl­tigen und verbreiten möchte. Die geheime Wi­derstands­organisation mit dem Ziel der Entfernung des „Protek­torats” aus dem Deut­schen Reich und der Wie­dererrich­tung des tschecho­slowakischen Staates ruft in ihren Flug­blättern unter anderem zur Sabotage und zum gewaltsamen Umsturz auf.
Bis November 1939 liefert Hofta an Vaněk mehrere Exem­plare der Flugschrift „V boj” („In den Kampf”), die bis Anfang 1940 verviel­fältigt und von Vaněk und anderen Männern in Semil, Eisenbrod, Neuenburg und weiteren Orten verteilt werden.
Otakar Hofta wird am 29. April 1940 festge­nommen, am 28. Oktober 1942 vom 1. Senat des „Volksge­richts­hofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” und „Feindbe­güns­tigung” zum Tode verurteilt und am 22. Februar 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Otakar Hofta

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Otakar Hofta, Alois Štrobl und Josef Vaněk vom 29. Mai 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-6

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otakar Hofta, Alois Štrobl und Josef Vaněk vom 28. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-20

Bekanntmachung der Vollstreckung der Hinrichtung von Otakar Hofta, Alois Štrobl und Josef Vaněk

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-9

Sterbeurkunde von Otakar Hofta vom 23. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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