Otakar Hofta
Hofta wird im Frühjahr 1939 von seinem Bekannten Josef Vaněk gebeten, aus Prag Flugschriften des Národni Od­boj (Nationaler Widerstand) zu beschaffen, die dieser ver­vielfältigen und verbreiten möchte. Die geheime Wi­derstandsorganisation mit dem Ziel der Entfernung des „Protektorats” aus dem Deutschen Reich und der Wie­dererrichtung des tschechoslowakischen Staates ruft in ihren Flugblättern unter anderem zur Sabotage und zum gewaltsamen Umsturz auf.
Bis November 1939 liefert Hofta an Vaněk mehrere Exem­plare der Flugschrift „V boj” („In den Kampf”), die bis Anfang 1940 vervielfältigt und von Vaněk und anderen Männern in Semil, Eisenbrod, Neuenburg und weiteren Orten verteilt werden.
Otakar Hofta wird am 29. April 1940 festgenommen, am 28. Oktober 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” und „Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt und am 22. Februar 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Otakar Hofta
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Otakar Hofta, Alois Štrobl und Josef Vaněk vom 29. Mai 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-6
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otakar Hofta, Alois Štrobl und Josef Vaněk vom 28. Oktober 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-20
Bekanntmachung der Vollstreckung der Hinrichtung von Otakar Hofta, Alois Štrobl und Josef Vaněk
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-273-9
Sterbeurkunde von Otakar Hofta vom 23. Februar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




















































