Rudolf Holz
1929 wird er aus seiner Stellung bei den städtischen Betrieben entlassen, da ihm homosexuelle Beziehungen vorgeworfen werden. In den folgenden Jahren findet Rudolf Holz nur gelegentlich Beschäftigung und bekommt erst 1938 wieder eine feste Anstellung als Ingenieur.
1930 erhält er Kontakt zum französischen Nachrichten­dienst und bekommt den Auftrag, dem „Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten” beizutreten und über dessen Aktivitäten zu berichten. Nach der 1935 erfolgten An­gliederung des Saargebietes an das Deutsche Reich berichtet er bis 1939 über Truppenbewegungen, den Bau von Kasernen sowie Grenzbefestigungen.
Am 10. Dezember 1941 wird Rudolf Holz festgenommen. Der 3. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt ihn am 14. September 1942 wegen „Landesverrats” zum Tode. Rudolf Holz wird am 24. November 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Rudolf Holz
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Rudolf Holz, 14. September 1942
Bundesarchiv R 3017/3189
Protokoll der Verkündung der Urteilsvollstreckung, 24. November 1942
Bundesarchiv R 3017/3189
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Rudolf Holz, 24. November 1942
Bundesarchiv R 3017/3189
Bitte der Familie von Rudolf Holz auf eine Veröffentlichung der Vollstreckung des Todesurteils zu verzichten, 27. November 1942
Bundesarchiv R 3017/3189























