Rudolf Holz

11. Dezember 1888, Saarbrücken – 24. November 1942
Rudolf Holz

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Rudolf Holz, 1941

Bundesarchiv R 3017/3189

Rudolf Holz erlernt nach dem Besuch der Volks­schule den Beruf des Techni­schen Zeichners. Nach einem Studium wird er schließlich Betriebs­leiter der städtischen Bäder in Saar­brücken. Er nimmt am Ersten Welt­krieg teil und wird mehrfach ausge­zeichnet. 1920 heiratet er und wird in den folgenden Jahren Vater von zwei Töchtern.
1929 wird er aus seiner Stellung bei den städtischen Betrieben entlassen, da ihm homosexuelle Beziehungen vorgeworfen werden. In den folgenden Jahren findet Rudolf Holz nur gelegentlich Beschäf­tigung und bekommt erst 1938 wieder eine feste Anstellung als Ingenieur.
1930 erhält er Kontakt zum franzö­sischen Nach­richten­dienst und bekommt den Auftrag, dem „Stahlhelm, Bund der Front­soldaten” beizutreten und über dessen Aktivitäten zu berichten. Nach der 1935 erfolgten An­gliederung des Saar­gebietes an das Deutsche Reich berichtet er bis 1939 über Truppen­bewegungen, den Bau von Kasernen sowie Grenz­befes­tigungen.
Am 10. Dezember 1941 wird Rudolf Holz festgenommen. Der 3. Senat des „Volks­gerichtshofs” verurteilt ihn am 14. September 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode. Rudolf Holz wird am 24. November 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rudolf Holz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Rudolf Holz, 14. September 1942

Bundesarchiv R 3017/3189

Protokoll der Verkündung der Urteilsvollstreckung, 24. November 1942

Bundesarchiv R 3017/3189

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Rudolf Holz, 24. November 1942

Bundesarchiv R 3017/3189

Bitte der Familie von Rudolf Holz auf eine Veröffentlichung der Vollstreckung des Todesurteils zu verzichten, 27. November 1942

Bundesarchiv R 3017/3189

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