Gerhard Holzer

17. Oktober 1912, Berlin – 31. Juli 1937
Gerhard Holzer wird als Sohn einer jüdischen Familie in Berlin geboren. Er erlernt das Elektrikerhandwerk und ist anschließend im Installationsgeschäft seiner Mutter tätig. Von 1926 bis 1930 ist er Mitglied eines jüdischen Ju­gendbundes, tritt 1930 dem Kommunistischen Jugend­verband Deutschlands (KJVD) bei und ist ehrenamtlicher Funktionär. 1932 reist er in die Sowjetunion und arbeitet als Gießereiarbeiter und Former in Swerdlowsk. In der Sowjetunion besucht er eine Schule der Kommunisti­schen Jugendinternationale und wird für einen illegalen Einsatz in Deutschland vorbereitet.
Nach Beendigung dieser Ausbildung reist er mit einem niederländischen Pass auf den Namen „Robert Adam” über Prag nach Deutschland. Zunächst ist er in Berlin, dann in Hamburg und Magdeburg als Betriebsinstrukteur tätig. Holzer bemüht sich, Jugendbetriebszellen aufzu­bauen, vertreibt illegale Druckschriften und unterstützt die Arbeit der KPD-Bezirksleitung Magdeburg.
Gerhard Holzer wird am 11. September 1936 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 31. Juli 1937 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gerhard Holzer

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Nachtragsschrift zur Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Gerhard Holzer, 14. Juli 1936

Bundesarchiv R 3018/5601

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Gerhard Holzer, 11. September 1936

Bundesarchiv R 3018/5601

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