Bedřich Homola

2. Juni 1887, Bieletsch (Běleč) – 5. Januar 1943
Bedřich Homola

Aufnahme von Bedřich Homola

Privatbesitz

Bedřich Homola besucht die Höhere Gewerbe­schule (Abteilung Baufach) in Prag und arbeitet nach seinem Abitur 1907 bei einem Bau­architekten. 1908 leistet er seinen Militär­dienst in der öster­reichisch-unga­rischen Armee. Ab 1911 ist er technischer Beamter beim Prager Magistrat.
Nach Ausbruch des Ersten Welt­kriegs kommt er an die russische Front, 1916 tritt er in die Tschecho­slowakische Legion ein. 1921/22 absolviert er die Kriegs­hochschule in Prag und wird Oberst­leutnant. 1929 wird er zum Briga­degeneral befördert. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht wirkt Bedřich Homola nach Bera­tungen mit General Josef Bílý ab August 1939 feder­führend am Aufbau der geheimen Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) mit, die den bewaff­neten Aufstand plant, und wird Befehlsha­ber der Landes­leitung Groß-Prag. Als Josef Bilý im No­vember 1940 festgenom­men wird, übernimmt Bedřich Homola die Leitung des Gene­ralstabs der Geheim­armee.
Längere Zeit kann er sich dem Zugriff der Gestapo ent­ziehen, an Silvester 1941 wird jedoch auch er festgenom­men. Er wird im Gefängnis Pankrác inhaftiert und mehre­ren Verhören unter Folter unter­zogen. Im Septem­ber 1942 wird er nach Dresden und kurz danach in die Straf­anstalt Plötzensee verlegt.
Am 30. September 1942 verurteilt der „Volks­gerichts­hof” ihn wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode. Bedřich Homola wird am 5. Januar 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Bedřich Homola

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Bedřich Homola vom 30. Septem­ber 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-217-4

Gnadengesuch von Galina Homola für ihren Mann Bedřich Homola vom 29. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-217-5

Telegramm mit Anordnung der Bekanntmachung der Hinrichtung von Bedřich Homola in Prag, 6. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-217-5

Sterbeurkunde von Bedřich Homola vom 6. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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