Jan Hoorn
Ab Mitte der 1930er Jahre ist Jan Hoorn auch in der niederländischen Abteilung der international agierenden Wollweber-Gruppe aktiv, einer von der Kommunistischen Internationale unterstützten Schiffssabotageorganisation. Die Gruppe hat während des Spanischen Bürgerkrieges die Aufgabe, deutsche, italienische und japanische Schiffe in Häfen oder auf hoher See in die Luft zu spren­gen.
Hoorn führt Aufklärungsfahrten durch, organisiert Ma­terial zur Herstellung von Brandsätzen und trifft sich auch mehrmals mit dem Kopf der Sabotagegruppe, dem deutschen Kommunisten Ernst Wollweber.
Jan Hoorn wird am 2. Oktober 1940 festgenommen und nach Berlin überführt. Der 1. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt ihn am 17. November 1942 wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” und „Schiffssabotage” zum Tode.
Jan Hoorn wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Jan Hoorn
Bundesarchiv R 3017/32607
Haftbefehl gegen Jan Hoorn, 11. August 1942
Bundesarchiv R 3017/32607
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Hoorn und andere, 17. November 1942
Bundesarchiv R 3017/32607
Ablehnung der Gnadengesuche von Jan Hoorn und anderen, 25. August 1943
Bundesarchiv R 3017/32607
Sterbeurkunde von Jan Hoorn vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





















