Alois Hora

22. Januar 1893, Kuttenberg (Kutná Hora) – 7. September 1943
Alois Hora

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Alois Hora, 1942

Bundesarchiv R 3017/10334

Alois Hora arbeitet als Schuhmacher in Dresden, Berlin und Prag und ab 1912 in Kuttenberg (Kutná Hora). Ab 1915 nimmt er als Soldat der öster­reichisch-ungarischen Armee am Ersten Weltkrieg teil und leistet ab Ende 1918 seinen Militärdienst in der Tschechoslowakischen Armee. Ab 1924 ist er bei den Stadtwerken Prag als Straßenbahn­schaffner tätig. Er ist Mitglied der Volkssozialistischen Partei (ČSNS), des Verbands der Straßenbahnangestellten sowie ab 1937 des Verbands der Freunde der Sowjet­union.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird Alois Hora im Januar 1941 von einem Kollegen für die inzwischen verbotene Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KPČ) angeworben. Er zieht von Kameraden Mitgliedsbeiträge ein, fungiert als Kurier illegaler Post und nimmt Schriftmaterial entgegen.
Der verheiratete Familienvater wird am 8. August 1942 festgenommen und am 7. Juni 1943 vom „Volksgerichts­hof” zusammen mit Adam Kapic und Johann Kozlovský wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegüns­tigung” zum Tode verurteilt. Alois Hora wird am 7. Sep­tember 1943 während der soge­nannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Organigramm der Betriebszellen der Straßenbahner und Autobusschaffner der illegalen KPČ in Prag, 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Adam Kapic und andere vom 7. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/10334

Leumundszeugnis der Stadtwerke Prag für Alois Hora vom 8. Juli 1943 und Nachweis über Deutschkenntnisse von 1941

Bundesarchiv R 3017/10334

Sterbeurkunde von Alois Hora vom 10. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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