Břetislav Horák

24. Juli 1904, Drahotitz (Drahotice) – 4. Mai 1943
Břetislav Horák

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Břetislav Horák

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-12

Břetislav Horák wird am 24. Juli 1904 in Drahotitz ge­boren. Bis zur Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 ist er als Komman­deur einer kleinen militärischen Einheit im Artillerie-Regi­ment Nr. 2 in der Stadt Pilsen tätig.
Der Stabskapitän a. D. wird im Juni 1939 für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) angeworben. Die geheime Organisation tschecho­slowakischer Offi­ziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen.
Als Adjutant des Regiments­kommandeurs Jaroslav Souček hält er die Verbin­dung zwischen seinen Vorge­setzten und anderen ehemaligen Offizieren aufrecht, die als Bataillons­kommandeure angeworben werden. Außer­dem führt er Ausspäh­aufträge aus, um Informationen über die Stimmung in der Bevölkerung und die Stärke der deutschen Truppen in Pilsen zu sammeln.
Břetislav Horák wird am 28. Februar 1940 festge­nommen und vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” am 2. Dezember 1942 zum Tode verurteilt. Alle fünf in diesem Prozess zum Tode verurteilten Männer werden am 4. Mai 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Břetislav Horák und weitere Personen vom 24. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Břetislav Horák und weitere Angeklagte vom 2. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1

Fernschreiben an den „Reichsprotektor in Böhmen und Mähren” zur Vollstreckung der Todesurteile gegen Břetislav Horák und weiterer Personen vom 5. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-2

Sterbeurkunde von Břetislav Horák vom 5. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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