Štěpán Horňáček


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Štěpán Horňáček, 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351
Er wird im Februar 1942 für eine Betriebszelle der 1938 verbotenen Kommunistischen Partei der Tschechoslo­wakei (Komunistická strana Československa, kurz: KSČ) angeworben. Unter seinen Kollegen kann er weitere Mitglieder anwerben, kommunistische Flugschriften verbreiten und Mitgliedsbeiträge für die Unterstützung von Familien Inhaftierter einsammeln, die er an seinen Kollegen und Betriebszellenleiter abführt. Ab Frühjahr 1942 entwendet er für die Betriebszelle an seinem Ar­beitsplatz Dynamitpatronen und Zündschnur, die beim Tunnelbau für die Sprengung verwendet werden.
Der Arbeiter wird am 2. März 1943 festgenommen und am 18. Mai 1943 zusammen mit sieben seiner Kollegen vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorberei­tung eines hochverräterischen Unternehmens und zu­gleich wegen Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Štěpán Horňáček wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Štěpán Horňáček und weitere Angeklagte vom 18. Mai 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351
Arbeitszeugnis der Prager Baufirma Dr. K. Skorkovský für Štěpán Horňáček vom 8. Juni 19434
Bundesarchiv R 3017/12538
Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Štěpán Horňáček und weitere in dem Fall Verurteilte vom 2. September 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351
Sterbeurkunde von Štěpán Horňáček vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















