Štěpán Horňáček

6. Dezember 1913, Eichen an der Donau (Ivanka pri Dunaji) – 7. September 1943
Štěpán Horňáček

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Štěpán Horňáček, 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Štěpán Horňáček wird am 6. Dezember 1913 in Eichen an der Donau geboren und ist zuletzt als Bauarbeiter beim Bau eines Eisenbahntunnels in Prag-Weinberge und Prag-Nusle beschäftigt.
Er wird im Februar 1942 für eine Betriebs­zelle der 1938 verbotenen Kom­munis­tischen Partei der Tsche­choslo­wakei (Komunistická strana Československa, kurz: KSČ) angeworben. Unter seinen Kollegen kann er weitere Mitglieder anwerben, kommunistische Flugschriften verbreiten und Mitgliedsbeiträge für die Unterstützung von Familien Inhaftierter einsammeln, die er an seinen Kollegen und Betriebszellenleiter abführt. Ab Frühjahr 1942 entwendet er für die Betriebszelle an seinem Ar­beits­platz Dynamitpatronen und Zündschnur, die beim Tunnelbau für die Sprengung verwendet werden.
Der Arbeiter wird am 2. März 1943 fest­genommen und am 18. Mai 1943 zusam­men mit sieben seiner Kollegen vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorberei­tung eines hochverräterischen Unter­nehmens und zu­gleich wegen Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Štěpán Horňáček wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Štěpán Horňáček und weitere Angeklagte vom 18. Mai 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Arbeitszeugnis der Prager Baufirma Dr. K. Skorkovský für Štěpán Horňáček vom 8. Juni 19434

Bundesarchiv R 3017/12538

Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Štěpán Horňáček und weitere in dem Fall Verurteilte vom 2. September 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Sterbeurkunde von Štěpán Horňáček vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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