Václav Hotovec

27. September 1920, Pisek (Písek) – 2. Februar 1944
Václav Hotovec

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Václav Hotovec, 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 Berlin II Nr. 2346/1

Václav Hotovec wächst in Písek auf und erlernt nach der Volksschule den Beruf des Formers. 1939 kommt er als „Zivilarbeiter” nach Deutschland, wo er zunächst in Schleswig-Holstein und ab Frühjahr 1941 in Berlin eingesetzt ist. Zuletzt arbeitet er in der Firma Walter Koch in Tegel.
Ab Juli 1943 begeht er zusammen mit seinem Freund Werner Rosette mehrere nächtliche Kellereinbrüche. Das Diebesgut wird teilweise von dessen Lebensgefährtin weiterveräußert.
Am 12. Januar 1944 verurteilt das Sonderge­richt VI bei dem Landgericht Berlin Václav Hotovec und Werner Rosette auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn er­lassenen „Volks­schädlingsverordnung” wegen „Plünderns [...] unter Ausnutzung der Verdunkelung” zum Tode.
Beide jungen Männer werden am 2. Februar 1944 im Strafgefängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Häftlingskarteikarte des Straf­gefängnisses Plötzensee von Václav Hotovec

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 Berlin II Nr. 2346

Teilübersetzung eines Briefs von Václav Hotovec an seine Mutter vom 24. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 Berlin II Nr. 2346

Urteilstenor des Sondergerichts VI beim Landgericht Berlin gegen Václav Hotovec und Werner Rosette vom 12. Januar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 Berlin II Nr. 2346

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über den Abgang des Gefangenen Václav Hotovec vom 2. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 Berlin II Nr. 2346/2

Sterbeurkunde von Václav Hotovec vom 3. Februar 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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