Antonín Hrachovina

12. August 1902, Aujestetz (Přerov-Újezdec) – 5. April 1943
Antonín Hrachovina

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Antonín Hrachovina, 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 321

Der Sohn eines Eisen­bahnan­gestellten absolviert die Handels­schule in Prerau (Přerov) und ist anschlie­ßend beim Arbei­ter-Konsum­verein der Eisen­bahnan­gestellten tätig und ab 1938 in einer Tabak­trafik tätig. Er engagiert sich in einem Arbeiter­turn­verein und ist Mitglied der Kommu­nis­tischen Partei der Tsche­cho­slowakei (KPČ). 1932 bereist er mit einer Delega­tion des Konsum­vereins Včela sechs Wochen lang die Sowjet­union.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt sich Antonín Hrachovina Ende 1939 der KPČ in Prerau an, die ihre poli­tische Arbeit illegal fortführt, zahlt Mit­glieds­beiträge und bezieht die „Rudé právo” („Rotes Recht”). Nach deren Zerschla­gung sucht ihn der Lehrer Rychtalík im Sommer 1941 wieder für die Mitar­beit zu gewinnen. Er vermittelt diesem Jan Krásný und einen weiteren Unter­stützer und wird weiterhin mit kommu­nis­tischem Schrift­gut versorgt.
Am 12. Dezember 1942 verurteilt der „Volks­gerichts­hof” ihn mit Marie Minářová und Jan Krásný wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landes­ver­räterischer Feind­begüns­tigung” zum Tode. Alle drei werden am 5. April 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Marie Minářová und andere vom 19. Sep­tember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-531-6

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Marie Minářová und andere vom 12. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-531-6

Bekanntmachung der Hinrichtung von Antonín Hrachovina und anderen, plakatiert 1943 in Prerau

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-531-7

Sterbeurkunde von Antonín Hrachovina vom 6. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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