Andreas Hroschek

27. November 1889, Chwalkohof (Chvalkov, Čížkrajice-Rychnov und Novýc) – 1. April 1943
Andreas Hroschek gehört zur deutschen Minder­heit in der späteren Tschecho­slowakei. 1929 macht er sich als Fliesen­leger in Dux (Duchcov) in den Sudeten selbst­ständig. Er ist Mitglied der Sozialde­mokra­tischen Partei der Tschecho­slowakei (SPČ) sowie der Neben­organisa­tionen „Arbei­ter­fürsorge”, „Arbei­ter­heim”, „Arbei­terge­sang­verein” und des „Verbands prole­tarischer Frei­denker”.
Nach der Annexion der Sudeten und der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt er sich im Früh­sommer 1941 der illegalen Kommu­nis­tischen Partei der Tsche­cho­slowakei (KPČ) an. Er führt Mitglieds­beiträge ab und richtet bei sich eine Anlauf­stelle für die illegalen Gruppen aus Haan und Schellenken ein.
Andreas Hroschek wird am 13. März 1942 fest­genom­men und am 11. Dezember 1942 vom „Volksge­richtshof” zusammen mit Antonín Syřiště, Franz Kubát und Václav Krtek wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Die vier Männer werden am 1. April 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee er­mordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksge­richtshofs“ gegen Antonín Syřiště und andere vom 4. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-517-6

Urteil des „Volksge­richtshofs“ gegen Antonín Syřiště und andere vom 11. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-517-6

Sterbeurkunde von Andreas Hroschek vom 2. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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