Josef Hrubý
Nach der Annexion des Sudetengebiets durch das Deutsche Reich und dem zeitgleich erfolgten Verbot der KPČ im Oktober 1938 schließt sich Josef Hrubý im Frühjahr 1939 der illegalen KPČ an. Ende 1940 wird er von Erhard Lammel, der die Partei als Mitglied der Landesleitung in den Sudeten wiederaufzubauen sucht, mit den Aufgaben eines Kreisinstrukteurs im Kreis Reichenberg (Liberec) betraut. Er nimmt Schriftmaterial zur Weiterverbreitung entgegen, macht Vorschläge für die Besetzung von Gebietsleitern und übergibt Erhard Lammel Mitgliedsbeiträge.
Josef Hrubý wird am 19. Februar 1941 festgenommen und vom „Volksgerichtshof” am 14. Oktober 1942 zusammen mit Erhard Lammel und drei weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle fünf Männer werden am 1. Februar 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Hrubý
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Erhard Lammel und andere vom 14. Oktober 1942
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/2
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Hrubý und weitere Personen vom Februar 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/1
Sterbeurkunde von Josef Hrubý vom 2. Februar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


















