Josef Hrubý

19. Dezember 1896, Waltersdorf/Hohenelbe (Valteřice) – 1. Februar 1943
Josef Hrubý

Porträt von Josef Hrubý

Privatbesitz

Der Schneidermeister Josef Hrubý ist Mitglied der Kommu­nistischen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) und Bezirksleiter von Starkenbach. Er gehört zudem dem „Verband der prole­tarischen Leibes­erziehung” an. Er ist verhei­ratet und Vater zweier Kinder.
Nach der Annexion des Sudeten­gebiets durch das Deut­sche Reich und dem zeitgleich erfolgten Verbot der KPČ im Oktober 1938 schließt sich Josef Hrubý im Frühjahr 1939 der illegalen KPČ an. Ende 1940 wird er von Erhard Lammel, der die Partei als Mitglied der Landes­leitung in den Sudeten wiederauf­zubauen sucht, mit den Aufgaben eines Kreis­instrukteurs im Kreis Reichen­berg (Liberec) betraut. Er nimmt Schrift­material zur Weiter­verbreitung entgegen, macht Vorschläge für die Besetzung von Gebiets­leitern und übergibt Erhard Lammel Mitglieds­beiträge.
Josef Hrubý wird am 19. Februar 1941 festge­nommen und vom „Volks­gerichts­hof” am 14. Oktober 1942 zusam­men mit Erhard Lammel und drei weiteren Ange­klagten wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt. Alle fünf Männer werden am 1. Februar 1943 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Hrubý

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen Erhard Lammel und andere vom 14. Oktober 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/2

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Hrubý und weitere Personen vom Februar 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 37, inv. č./Inv. Nr. 227/1

Sterbeurkunde von Josef Hrubý vom 2. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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